Altersangabe

 

Bedeutung

 

Ab 2 Jahren

Bei diesen ersten Spielen lernen Kleinkinder genaues Beobachten und Vergleichen, die Unterscheidung von Größen und Farben, das Gedächtnis einzusetzen, in bescheidenen Ansätzen ein wenig zu kombinieren und zu taktieren, für eine gewisse Zeit aufmerksam zu sein und sich zu konzentrieren, bei Geschicklichkeitsspielen auch körperliche Gewandtheit.

Ab 4 Jahren

Kinder sollen erkennen, dass die Gleichheit der Regel für alle Mitspieler den eigentlichen Spielreiz ausmacht. Sie können mit Gleichaltrigen schon selbst Spiele spielen, die sie zuvor mit den Eltern oder den größeren Geschwistern eingespielt haben.

Ab 6 Jahren

Es beginnt langsam, aber sicher das Alter der Vernunft, der Übergang vom Spontanen zum Überlegten. Die Phantasiespiele nehmen langsam ab. Spiele, die die Verstandesfähigkeiten auf die Probe stellen, werden interessanter. Das Kind entwickelt Interesse an Gesellschaftsspielen mit Freunden und der Familie. Allmählich werden die in der Schule erworbenen Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) auch im Spiel eingesetzt. Spielkärtchen können selbst gelesen, Spielpunkte können selbst berechnet werden. Sprach- und Denkspiele erweitern den Kreis der nutzbaren Spiele.

Ab 8 Jahren

Spiele mit einer Mischung aus Glück und Können, die durchaus schon etwas komplexer sein können, aber den Erlebnis- und Verstandeshorizont, wie das gemeinsame Spiel in der Familie, die Wünsche, die Hoffnungen, aber auch die Schwierigkeiten der Kinder, ansprechen sollten.

Ab 10/12 Jahren

An der Schwelle zum Jugendalter sind Kinder bereits echte Partner im Spielgeschehen. Die Kinder beginnen, sich stärker in die Empfindungen und Interessen anderer Personen einzufühlen. Sie lernen, die Spielzüge des Gegners über mehrere Schritte vorauszuberechnen und eigene Strategien zu entwickeln. Der Heranwachsende will die Regel genau wissen, kann aber auch schon über deren Sinn reflektieren und Regelvarianten entwickeln, um Spiele zu verbessern und spielbarer zu machen.

Ab 16 Jahren

Bei dem erwachsenen Menschen steht sicherlich der Entspannungs- und Erholungsaspekt im Vordergrund des Spielinteresses: Spiel als sinnvolle Freizeitgestaltung und besonders schöne Möglichkeit, gesellig beisammen zu sitzen. Spielen, so meinte vor gar nicht langer Zeit ein Philosoph, ist eine viel zu schöne Sache, als dass man sie auf die Dauer nur kleinen Kindern überlassen sollte.